Steffi & Jane – Mehr im Regal, als Frau glaubt …
Es ist doch immer wieder erstaunlich, was ich so in meinen Bücherregalen finde. Seit Mitte des Jahres habe ich vier neue Bücherregale in unserem Wohnzimmer (womit nun die letzte freie Fläche verbaut ist, was meinen Freund nicht sehr begeistert …) und drei große auf eck stehende Billy-Regale bieten damit Heimat für unsere Sachbücher, von denen ich erstaunlich viele habe. Eigentlich dachte ich, das Regal reicht für meine Fachbücher (Literatur, Geschichte, Sprache) bis in alle Ewigkeit, aber nachdem ich die Bücher aus anderen Regalen, Bodenstapeln und dunklen Ecken gerettet hatte, war das Regal schon ca. 60% voll. Faszinierend.
Und da schaue ich gerade nach der Jane Austen Biographie von Elsemarie Maletzke, von der ich wußte, das ich sie besitze und finde doch sage und schreibe drei weitere Bücher über Jane Austen. ![]()
Also werde ich mich dieses Wochenende mit “Stolz und Vorurteil” und mit “Jane Austen und ihre Zeit” von Deidre le Faye beschäftigen. Allerdings muss ich mal schauen. Ich befürchte die Sekundärliteratur verrät mir zu viel über die Romane (wobei ich die Handlung durch die Filme bei fast allen Büchern kenne), also werde ich nur vorsichtig rein linsen und es eventuell wieder weglegen.
Und weil ich bekanntermaßen ein bisschen wahnsinnig bin, hab ich vorgestern einen Schwung Bücher und DVDs von meiner Liste bestellt.
Wahrscheinlich morgen (spätestens Samstag) trudeln dann ein:
Park Honan: There is Happiness! – Jane Austen und ihre Zeit
Lauren Henderson: Ein Date mit Mr. Darcy
Kim Wilson: Die Gärten der Jane Austen
Elsemarie Maletzke: Mit Jane Austen durch England
DVD – Stolz und Vorurteil (mit Greer Garson)
Und das hier habe ich auch noch gefunden und musste es einfach haben:
Brenda Sneathen Mattox: Pride and Prejudice Paper Dolls

Wahnsinnig – ich sag es doch. Allerdings gab es den Henderson bei amazon als HC-Resteexemplar für knapp 4 Euro. Der zählt also eigentlich gar nicht.
Ich glaube, meine kleine Zutatenliste wird im Laufe des nächsten Jahres länger und nicht kürzer. Heyne übersetzt zum Beispiel im Frühjahr “Stolz und Vorurteil und Zombies” von Seth Grahame-Smith. War angeblich in Amerika der große Renner und ich bin mal gespannt, wie das wird. Große Austen-Verehrer schreien vielleicht auf, wenn ihr geliebtes Werk in einem Zombie-Roman verwurstet wird, aber ich stelle mir das sehr amüsant vor, wenn der Autor den Roman gut kennt und selbst gut schreiben kann. Meiner Meinung nach lohnt sich so eine Satire oder sagen wir Umwandlung nur bei wirklich großen Romanen. Eigentlich ist es doch eine Verbeugung vor dem Autor des Originalwerkes. Schließlich käme kein Mensch auf die Idee einen unbekannten Roman zu persiflieren.
Ansonsten habe ich in “Stolz und Vorurteil” schon kurz reingeschaut und mich bereits köstlich über Mr. und Mrs. Bennet amüsiert. Er hat einen wunderbaren trockenen Humor und sie ist so furchtbar quirlig und anstrengend. Ich würde wahnsinnig werden, wenn ich mit der Frau verheiratet wäre und hätte ihr bestimmt schon längst mal ein Teekännchen an den Kopf geworfen.

